Seemannsmission erleichtert über Freilassung der HANSA STAVANGER-Crew
04.08.09 (Bremen) Die Freilassung der Hansa Stavanger-Mannschaft und des Schiffes am Montagabend vor der Küste Somalias durch Piraten erleichtert die Mitarbeitenden der Deutschen Seemannsmission (DSM). "Wir freuen uns, dass die Crew jetzt zu ihren Familien nach Hause kann und niemand körperlich schwer verletzt sein soll", sagte Heike Proske, Generalsekretärin der in Bremen ansässigen diakonischen Einrichtung. Neben der medizinischen Versorgung körperlicher Folgen, seien die psychologische Erstbetreuung und der Kontakt zu den Angehörigen vordringlich für die Seeleute. Notfallseelsorge und Vermittlung von psychologischer Hilfe bietet die DSM deshalb im Rahmen des Aktionsprogramms "Piraten: Bedrohung auf See" an. "Mit der Freilassung ist dieses einschneidende Erlebnis noch nicht beendet. Das Leben der betroffenen Seeleute wird nie wieder so sein, wie es vor dem 4. April war. Sie hoffe deshalb, dass die Reederei ihre Zusage einlöst sich um eine sofortige "Versorgung und Betreuung" zu kümmern. Dies sei auch langfristig in den jeweiligen Heimatländern der Mannschaft aus fünf Nationen notwendig.
Pastor Hero Feenders zum Start des Aktionsprogramms
24.06.09 Domradio – Interview in der Sendung „Der Morgen“
Interview anhören (4,3MB)
"Piraten : Bedrohung auf See"-Aktionsprogramm gestartet
23.06.2009 (Bremen) Die Deutsche Seemannsmission (DSM) startet unter dem
Namen "Piraten : Bedrohung auf See" ein Aktions-Programm, um Seeleuten in
der Gefahr der modernen Piraterie zur Seite zu stehen und über den Alltag
von Seeleuten aufzuklären.
Mit 400 Standorten weltweit verfügen die internationalen Seemannsmissionen
über Anlaufstellen in fast allen wichtigen Häfen. Die Seemannsmission ist
damit international der Verbund, der die meisten Kontakte mit Seeleuten und
damit auch die meisten Erstkontakte mit von Piraterie betroffenen Seeleuten
hat.
Das neue Aktions-Programm hilft sowohl Seeleuten, die bereits Angriffen
ausgesetzt waren, als auch Seeleuten, die gefährdete Gewässer befahren. Da
die Abfahrts- und Ankunftshäfen häufig weit entfernt von den Problemzonen
liegen, ist ein weltweites Netzwerk notwendig, um die Seeleute zu erreichen.
Dies kann derzeit nur die Seemannsmission bieten. Auch in den Häfen
Deutschlands laufen Schiffe mit Betroffenen ein. Die Deutsche
Seemannsmission hat Anlaufstellen in 16 deutschen Häfen und darüber hinaus
17 Auslandsstationen in bedeutenden Häfen. Sie ist damit ein wichtiger
Impulsgeber im internationalen Dachverband der christlichen
Seemannsmissionen (ICMA).
Auf der Internetseite www.bedrohung-auf-see.de sind Berichte von Betroffenen
und Mitarbeitern der Deutschen Seemannsmission zu finden. Dort kann auch
direkt gespendet werden. Die Deutsche Seemannsmission bittet um
Unterstützung, da die weltweite Notfallseelsorge und das Engagement zur
Stressbewältigung sich nicht selbst tragen.
PIRATEN - Bedrohung auf See
24.04.09 (Hamburg) Generalsekretär Feenders kündigte vor der DSM-Mitgliederversammlung am Freitag, 24. April 2009 in Hamburg eine Kampagne für die Unterstützung und Nachsorge für Seeleute nach Piratenüberfällen an. Die zentrale DSM-Forderung lautet: „Es muß internationale Vereinbarungen und Verabredungen geben, die eine qualifizierte therapeutische Begleitung der betroffenen Seeleute in ihren unterschiedlichen Herkunftsländern möglich macht und garantiert.“
Feenders: „Wir können nicht zuschauen, wie das Leben von Seeleuten zerstört wird, weil keine fachliche Aufarbeitung solcher traumatischen Erlebnisse angeboten wird.“ In unserer Kampagne werden wir deutlich unser Angebot vorstellen, das den Erstkontakt mit Seeleuten nach derartigen Erlebnissen umfasst und die weitere therapeutische Begleitung einleiten kann.“
Feenders, der auch Chairman der internationalen Vereinigung der Seemannsmission „ICMA“ ist, erinnerte auch an die Resolution, die das ICMA-Executiv-Komitee bereits im Oktober 2008 in Hongkong auf Initiative der DSM verfasste. Darin werden Staaten und internationale Organisationen wie die Internationale Arbeits-Organisation (ILO) und die International Maritime Organization (IMO) aufgefordert, im Kampf gegen Piraterie und für Opferhilfe zu kooperieren.
ICMA-Vorstand verabschiedet Resolution über Piraterie
07.11.08 (Bremen) Als Reaktion auf aktuelle Piratenübergriffe vor der Küste Somalias und in anderen Regionen der Welt hat der Vorstand der "International Christian Maritime Association" (ICMA) am 29. Oktober 2008 in Hongkong eine Resolution beschlossen. Pastor Hero Feenders, Vorsitzender der ICMA und Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission (DSM) teilte heute in Bremen mit: "Der Vorstand missbilligt die Gefahr, welche von der Piraterie ausgeht und deren langfristige Folgen für Seeleute und Fischer. Die Vorstandsmitglieder fordern Staaten und internationale Organisationen, einschließlich der ILO (International Labour Organisation) und der IMO (International Maritime Organisation) auf, im Kampf gegen Piraterie und bei der Opferhilfe zu kooperieren." Dazu werde ein Beratungszentrum gefordert das ebenfalls medizinische Hilfe bieten solle. "Der Vorstand sichert allen genannten Initiativen seine Unterstützung zu", so Feenders abschließend.
Hier zu allen Materialien, die für die Presse zur Verfügung stehen
Sie wollen nicht online spenden? Wählen Sie:
Formular per Post / Fax
Selbst überweisen

Mehr darüber erfahren, wie die Deutsche Seemannsmission in der aktuellen Lage handelt.



