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Position Deutsche Seemannsmission 

Seeleute sind direkt von Piraterie betroffen und haben mit den Folgen zu leben. Aber Seeleute werden nach Überfällen und Angriffen in den Urlaub entlassen und bleiben sich selbst überlassen - oder sie müssen weiter fahren, als sei nichts geschehen. Eine unhaltbare Situation, die wir als Deutsche Seemannsmission jetzt geändert sehen wollen.
 

Belastende Arbeitssituation und Berufsrisiko Piraterie

Das Schiff wird immer mehr zum Gefängnis

Seeleute trifft man zunehmend häufig nur an Bord, wegen immer kürzerer Liegezeiten der Schiffe und Sicherheitszonen in den Häfen. So verhindert der International Ship and Port Facility Security Code (ISPS), dass sich Seeleute frei bewegen können. Die Sicherheitsvorkehrungen gegen Piraterie erhöhen dieses Empfinden noch weiter.

Seeleute, die durch die von Piraterie gefährdeten
Meeresgebiete fahren, sind an Leib und Seele gefährdet!

„... in den Gewässern in denen wir laufend fahren, da machen wir extra Wachen an Deck und treffen die Sicherheitsvorkehrungen, die wir treffen müssen. Obwohl wir uns selber ja nicht groß wehren können, wir können höchstens versuchen großen Abstand zu halten von den Küsten und dann „Full-Speed“ irgendwo durchzufahren.“

„Z.B. in Westafrika, da hört man ja des öfteren, oder häufiger, das die Schiffe ja sogar im Hafen überfallen werden. Da kommen die Leute angelaufen, rasen die Gangway hoch und dann kann man im Grunde genommen nur in die Aufbauten gehen, alles dicht schließen und warten was dann kommt. Hilfe in einigen Ländern gleich Null. Das ist auch bekannt.“

Schiffskaperungen sind dort an der Tagesordnung

"Zum Beispiel auf meinem letzten Schiff, fuhren wir regelmäßig an der Küste von Somalia vorbei. Wir kriegten natürlich immer die Berichte über Überfälle und es wurde immer gesagt: „So weit wie möglich von der Küste ab.“ Das heißt, die kommen bis 200 Seemeilen mit ihren High-Speed-Booten raus. Die sind hochgerüstet mit automatischen Waffen...".

„Die hatten Kalaschnikows und da sagt man lieber nichts, da ist man lieber ruhig. Das hat alles keinen Zweck, sollen das mitnehmen, das Zeug.“

 Alle Interviews als YouTube-Video anschauen (5.09 Min.) 

Die Deutsche Seemannsmission setzt sich für die körperliche und seelische Unversehrtheit der Seeleute sowie für die Unterstützung ihrer Würde ein!

Mehr zum Thema

Der Ukrainische Frachter Faina wurde 2008 von somalischen Piraten gekapert. Hier geht es zum Radio-Interview "Living With Pirates" von BBC Ukrainian Service (26 Min.) mit fünf Seeleuten über ihre viereinhalb-monatige Gefangenschaft.
 

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